Wann hilft eine Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutz vor Gericht

Moderne und verantwortungsbewusste Verbraucher sichern sich ab. Da reicht heute nicht mehr nur eine Lebensversicherung und die Haftpflicht, sondern um sich gegen bestimmte Eventualitäten des Lebens abzusichern, braucht man eine Rechtsschutzversicherung. Kommt es hart auf hart und ein Streitfall muss vor Gericht ausgetragen werden, kann eine Rechtsschutzversicherung vor zusätzlichen Kosten für Anwalt und Gericht schützen.

Die anbietenden Versicherer haben zur Rechtsschutzversicherung verschiedene Angebote in ihrem Produktportfolio zu denen Versicherung im Verkehrsrecht, im Miet- und im Arbeitsrecht gehören. Viele Produkte lassen sich nach Wunsch auch miteinander kombinieren. Die Kosten sind dabei von Versicherer zu Versicherer sehr unterschiedlich. Mit 300 bis 450 Euro pro Jahr muss bei einem Kombipaket gerechnet werden.

Wer sich für den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung entschließt, sollte es nicht verabsäumen vorab direkt online einen Versicherungsvergleich durchzuführen, um den Anbieter zu finden, der die gewünschte Absicherung zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet.

Welche Streitigkeiten nicht abgedeckt werden

Dabei ist insbesondere auf die angebotenen Leistungen zu achten, denn was nützt eine preiswerte Rechtsschutzversicherung, wenn sie im Schadenfall nicht leistet. Eine Reihe von Streitigkeiten wie zum Beispiel im privaten Baurecht, bei Erbstreitigkeiten oder Scheidungsverfahren werden über Rechtsschutzversicherungen nicht abgedeckt. Auch in Fragen der Geldanlage und möglichen Beratungsfehlern gibt es nur wenige Versicherer, die die Kosten für einen Rechtsstreit übernehmen, wenn es zu Streitigkeiten wegen Beratungsfehlern kommt.

Was die Rechtsschutzversicherung leistet

Eine Rechtsschutzversicherung gewährt Versicherungsschutz, wenn Streitigkeiten gerichtlich entschieden werden müssen. Die Rechtsschutzversicherung berät den Versicherten telefonisch, hilft bei der Wahl eines geeigneten Rechtsanwalts und trägt die Kosten eines Gerichtsverfahrens. Darüber hinaus übernimmt der Versicherer die Kosten für Sachverständige, Gutachter und Zeugen. Welches im Einzelnen die richtige Rechtsschutzversicherung ist, hängt wesentlich von den Risiken ab, denen man ausgesetzt ist.

Rechtsschutz vor GerichtDie Privat-Rechtsschutz hilft bei Streitigkeiten innerhalb der Familie, die Berufsrechtsschutzversicherung unterstützt Versicherte bei Streitigkeiten beruflicher Natur, wie ungerechtfertigte Abmahnungen oder Kündigungen. Die Verkehrsrechtsschutzversicherung wird immer dann aktiv, wenn es um Streitigkeiten aus einem Verkehrsvergehen oder einem Verkehrsunfall geht. Spezielle Rechtsschutzversicherungen gibt es auch für Vermieter, Unternehmen und Studenten.

Wartezeiten vor Inanspruchnahme

Viele Versicherer haben in ihren Versicherungsbedingungen festgelegt, dass ein Versicherter Wartezeiten erfüllen muss, bevor die Kosten aus einem Rechtsstreit übernommen werden. In der Regel müssen zwischen Abschluss der Rechtsschutzversicherung und dem Streitfall mindestens drei Monate liegen. Für Rechtsstreitigkeiten, die schon vor der Vertragsunterzeichnung entstanden sind, leistet die Rechtsschutzversicherung nicht.

Im Kleingedruckten vieler Rechtsschutzversicherer steht dann oft auch, dass der Versicherer sich ein außerordentliches Kündigungsrecht vorbehält, wenn die Versicherung in Anspruch genommen wird. Der Versicherte kommt dann auf eine sogenannte „schwarze Liste“ und es kann schwer werden, eine neue Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Die genannten Aspekte sollten nach Möglichkeit schon im Vorfeld bei einem Versicherungsvergleich für Rechtsschutzversicherungen Berücksichtigung finden.

Foto: © Africa Studio – Fotolia.com

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