Die fünf beliebtesten Geldanlagen

Geldbündel

Durch die richtige Geldanlage zum großen Geld? © gabriel77 – sxc.hu

Über zwei Billionen Schulden zählt der deutsche Staat. Die Budgets sind ausgereizt. Ganz anders verhält es sich beim deutschen Volk. Denn während der Staat überschuldet ist, wird die Bevölkerung mit jedem Jahr immer reicher. Mit dem Reichtum kommen jedoch auch neue Fragen auf. Wie soll man als Kapitalbesitzer sein Kapital anlegen?

Wie schon der Großvater dem Enkel erklärt, ist das Sparbuch das Sicherste, was es gibt. Vielleicht wird er sogar noch in das desjenigen einbezahlt haben. Ob dies heute noch angebracht ist, ist angesichts eines Niedrigzins von unter zwei Prozent zweifelhaft. Viele Banken bieten das Sparbuch gar nicht mehr an, da das Tagesgeldkonto einen vergleichbaren Zins enthält. Doch auch dieses ist für lange Investitionen ungeeignet, da die offizielle Inflation in Deutschland bei etwa 1,5 Prozent liegt. Somit verbuchen die deutschen Kleinanleger im Bankengeschäft einen negativen Realzins. Jedoch weisen dieses Problem eines niedrigen Zinses alle festverzinslichen Finanzprodukte auf. Auch beispielsweise die lange Jahre hochgepriesene Lebensversicherung verbucht nach allen Abzügen einen kaum erwähnenswerten Zinsgewinn.Die Staatsanleihen in Deutschland verbuchen teilweise selbst sogar einen negativen nominellen Zins. Das heißt, der deutsche Staat erhebt derzeit Gebühren, damit er Geld aufbewahrt. Eine festverzinsliche Anleihe ist derzeit nicht lukrativ.

Auch bei vielen Großvätern beliebt sind Edelmetalle, sowohl die klassischen Metalle Gold und Silber als auch die erst in neuer Zeit beachteten Edelmetalle Platin und Palladium. Tatsächlich schlugen sich diese vor allem in der Finanzkrise wacker. Während viele konservativen Anleger in die „sicheren Häfen“, die Devisen der Schweiz oder Norwegen, investierten, schlugen andere den Kurs der Edelmetalle ein. Gold und Silber stieg in den letzten 20 Jahren um über 300 Prozent. Eine solche Rendite kommt den besten Investmentbankern nur im Traum. Die Motive für diese Kurssteigerung sind verstärkte Nachfragen nach Gold und Silber aus den Schwellenländern sowie der Mangel an weiteren Goldquellen. Ungeachtet dieser Motive stagnierte der Preis für Edelmetalle in den letzten Monaten beziehungsweise fiel leicht. Ob der positive Trend anhält ist zweifelhaft. Zusätzlich bieten Ihnen Metalle keine stetigen Gewinne wie Mieten oder Dividenden.

Als Alternative zu diesen sehr sicheren und wertbewahrenden Anlagen gibt es Aktien. Bei Aktien besteht das Potential, Kursgewinne und Kursverluste einzufahren. Weiterhin generieren bei vielen Aktien Dividenden zusätzliche Gewinne für die Anleger. Seitdem die Finanzkrise abkühlte stieg der DAX von 4000 auf 8000 Punkte. Große Kursgewinne wurden generiert. Allerdings erscheint das Potential für weitere Kurssteigerungen zweifelhaft und die möglichen Gefahren wie die unsichere politische Lage in Italien könnten die Kurse in Zukunft belasten. Ob Aktien noch profitabel zur jetzigen Situation sind, erscheint zweifelhaft.

Fonds sind eine weitere populäre Anlagevariante. Allerdings muss der Anleger beachten, dass Fonds im Prinzip nur ein Portfolio aus verschiedenen Anlagen sind. Typischerweise gibt es Immobilien-, Rohstoff- und Aktienfonds. Am verbreitesten ist der Aktienfonds. Der Aktienfonds generiert vielleicht Gewinne, jedoch fallen diese möglichen Gewinne kleiner aus, als wenn der Investor selbst in die entsprechenden Aktien investiert hätte. Denn beim Kauf eines Fonds finanziert der Anleger das Personal des Fonds mit.

Eine weitere beliebte und sichere Anlage besteht in Liegenschaften als Geldanlage, also Immobilien. Wenn ein Anleger eine Immobilie kauft, benötigt er ein gutes Händchen, sodass er es nicht über Wert erwirbt. Im Falle eines Kaufs jedoch können die monatlichen Mieten als Gewinne erwartet werden. Diese treten anstelle der Dividenden bei Aktien ein. Allerdings ist das Risiko eines Totalverlusts nicht gegeben, da eine Immobilie etwas Greifbares ist, was nicht einfach so durch eine Rezession wertlos werden kann. Eine Immobilie ist eine Mischung sozusagen zwischen einem Edelmetall und einer Aktie. Allerdings gibt es drei Kriterien, wie der Wert einer guten Liegenschaft errechnet werden kann: Die Lage, die Lage und die Lage. Wenn der Investor eine Immobilie in einer guten Lage erwirbt, kann er auf einige Interessenten hoffen, denen er die Immobilie vermieten kann.

2 Kommentare

  1. Martin Hark

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit alternativen Geldanlagen. Alternative Investments stellen sehr gute Möglichkeiten zur Geldanlage dar. Auf der einen Seite können diese einem bei der Diversifikation des Vermögens behilflich sein, auf der anderen handelt es sich um renditestarke Anlagemöglichkeiten. Neben den gängigsten alternativen Anlageformen, den Edelmetallen, gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, welche der breiten Masse meist nicht bekannt sind. Dies liegt vor allem daran, dass ein gewisses Know-How bzw. in den meisten Fällen auch das nötige Kleingeld vorhanden sein muss um in solche Asset-Klassen investieren zu können – Hedgefonds, Wald, Kunst, Sammlerstücke … Vor allem in wirtschaftlich turbulenten Zeiten gewinnen Alternative Investments immer mehr an Bedeutung. Dabei sind vor allem neben den klassischen Edelmetallen noch ethische und grüne Investments sehr gefragt. Oftmals wird angenommen, dass solch Investments sicherer als die herkömmlichen Anlagen sind, da die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund steht – dies bedeutet jedoch nicht, dass alternative Investments eine geringere Rendite aufweisen –alternative Investments können sogar renditestärker als herkömmliche Sparformen sein. In Zukunft wird ihnen sicherlich noch mehr Bedeutung zukommen!

  2. Anton Mank

    Noch nie war es so einfach und sinnvoll in Rohstoffe zu investieren. Dank ausgeklügelten Finanzprodukten (Zertifikate …) kann man in Güter investieren, wo solch ein Investment vor 20 oder 30 Jahren noch unmöglich ist. Beschränkt man die Sichtweise der Rohstoffe auf die physischen Anlagen – so wird man auf die Edelmetalle (Gold, Silber oder Platin) setzen. Es ist immer noch unverständlich warum Edelmetalle zu den alternativen Geldanlagen zählen. Grundsätzlich stellen diese eigentlich die herkömmlichste, ursprüngliche und am längsten anzutreffende Geldanlage in der Geschichte dar. Papierwährungen ohne Deckelung (z.B. Goldstandard) sind ökonomisch anhand des Zinseffektes einfach zum Scheitern verurteilt – bei einer sinnvollen Geldpolitik kann so etwas sehr sehr lange hinausgezögert werden. Doch meist bedarf es lediglich eines natürlichen Wirtschaftsabschwunges, sodass die sinnvolle Geldpolitik aufgegeben wird. Edelmetalle hingegen haben immer ihren inneren Wert. Die Höhe des Wertes ist hierbei von den Erwartungen der Menschen abhängig. Je nach Wirtschaftslage (Inflation, Deflation, Unsicherheit) passt sich dieser Preis an. Edelmetalle werden in Zukunft immer bedeutender werden. Jeder sollte zumindest einen Teil seines Vermögens in Edelmetallen anlegen. Ob man dies als Krisenschutz oder lediglich zur Risikodiversifizierung macht ist jedem selbst überlassen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top